Bank-Synchronisation
Automatischer Umsatz-Import, Hausgeld-Matching und Rücklagen-Sync — alles im Hintergrund.
Nach der Verbindung deines Bankkontos holt selbstverwalten regelmäßig neue Umsätze ab, ordnet sie wenn möglich automatisch dem richtigen Eigentümer zu und spiegelt den Rücklagen-Bestand in die Buchhaltung. Du musst nichts manuell starten.
Wann synchronisiert wird
Neue Umsätze werden auf zwei Wegen abgeholt:
- Täglicher Hintergrund-Lauf gegen 6:00 Uhr morgens (Cron) — fragt für jede WEG mit verbundener Bankanbindung neue Umsätze ab.
- Beim Öffnen der Banking-Seite — wenn der letzte Sync älter als 6 Stunden ist (oder noch nie gelaufen ist), wird beim Seitenbesuch automatisch im Hintergrund nachgezogen. Die Liste aktualisiert sich selbstständig.
Die Banking-Übersicht zeigt im Header das Datum der letzten Synchronisation („vor 2 Stunden synchronisiert" o. ä.) — so siehst du auf einen Blick, ob die Daten frisch sind.
Was beim Sync passiert
Pro Lauf führt die App vier Schritte aus:
- Konto-Liste aktualisieren: neue Konten werden ergänzt, Salden und Bezeichnungen aktualisiert. Pseudo-Produkte (Bausparvertrag, Kreditkarte) werden weiterhin gefiltert.
- Umsätze importieren pro Konto. Vorgemerkte Buchungen (
pending) werden übersprungen — sie kommen erst, wenn die Bank sie endgültig verbucht. - Hausgeld-Matching: für alle neu importierten Eingänge auf Girokonten wird sofort versucht, Person und Einheit zuzuordnen (siehe unten).
- Bei Rücklagenkonten: jeder Eingang wird als Rücklagen-Zuführung, jeder Abgang als Rücklagen-Entnahme in die Doppik gebucht. Der Ist-Bestand der Instandhaltungsrücklage wird auf den aktuellen Kontosaldo gesetzt.
Doppel-Importe sind ausgeschlossen. Jede Bank-Bewegung bekommt eine eindeutige Referenz (banksapi:<hash>). Ein Datenbank-Constraint sorgt dafür, dass dieselbe Bewegung nie zweimal auftaucht — egal wie oft der Sync läuft oder wie schnell zwei Auslöser aufeinander folgen.
Automatische Zuordnung zu Eigentümern
Die App versucht, jeden eingehenden Umsatz auf einem Girokonto automatisch einer Person und Einheit zuzuordnen. Das passiert in dieser Reihenfolge:
- IBAN-Match: Wenn die IBAN des Zahlers in den Eigentümer-Bankdaten hinterlegt ist, ist der Match eindeutig.
- Name-Match: Wenn die IBAN unbekannt ist, sucht die App nach Übereinstimmungen im Kontoinhaber- oder Verwendungszweck-Text mit den Eigentümer-Namen.
- Beleg-Match: Bei Rechnungs-Zahlungen versucht die App auch, Verwendungszweck und Betrag mit offenen Rechnungen abzugleichen.
Matches werden mit der Zuordnungsmethode vermerkt (IBAN, Name oder manuell), damit du später nachvollziehen kannst, wie ein Umsatz zugeordnet wurde.
Wenn keine automatische Zuordnung möglich ist
Manche Umsätze sind nicht eindeutig (unbekannte IBAN, Sammelüberweisung, ausländischer Zahler). Dann erscheinen sie im Banking-Bereich im Zuordnungs-Banner mit Vorschlägen, die du per Klick bestätigen oder ablehnen kannst. Sobald du eine Zuordnung manuell setzt, lernt die App den Match — dieselbe IBAN wird beim nächsten Mal automatisch erkannt.
Eine manuelle Zuordnung ist kein Fehler. Sie gehört zum normalen Alltag, sobald Sonderfälle auftreten — z. B. wenn ein Eigentümer das Hausgeld vom Konto seines Partners überweist.
Hausgeld-Zuordnungs-Statistik
Im Header der Banking-Übersicht zeigt eine kleine Fortschrittsanzeige, wie viele Hausgeld-Eingänge bereits zugeordnet sind und wie viele noch offen sind („12 / 14 Eingänge zugeordnet, 2 offen"). So weißt du sofort, ob noch Klärungsbedarf besteht, ohne in eine separate Liste schauen zu müssen.
Datum des Kontostands
Bei den Konto-Pills siehst du den Saldo. Der Stichtag des Kontostands ist der Zeitpunkt, an dem deine Bank uns den zuletzt gemeldeten Saldo übermittelt hat. Er gehört zur gleichen Abfrage wie die Umsätze und kann daher kurz hinter dem Stand in deiner Banking-App liegen — typisch sind wenige Sekunden bis zum nächsten Sync. Für deine tägliche Arbeit sind die einzelnen Buchungen und deren Zuordnung entscheidend; der Stichtag hilft dir nur, den Saldo zeitlich einzuordnen.